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Vokal-Ton-Akademie
künstlerische Ausbildung


"Nur der Geist sieht, hört und fühlt.
Solange das Auge, das Ohr ... noch nicht
rein leiten - heraus und hinein - so lange
sieht und hört ... der Geist noch nicht
ordentlich. Erst wenn ... das Organ
vollkommener Leiter geworden ist."
"Jede Krankheit ist ein musikalisches
Problem - die Heilung eine musikalische
Auflösung."
Novalis. Fragmente Nr. 2337 und 1072


Das Angebot dieser dreijährigen Ausbildung richtet sich an alle Menschen, die sich die Frage nach der zukünftigen Entwicklung der menschlichen Stimme stellen. Aus welcher Bewusstseinshaltung heraus können die nächsten Schritte in der Kunst des Musikalischen erfolgen? Da diese Fragestellung von allgemeiner Art ist, sind keine besonderen Vorkenntnisse für den Einstieg notwendig. Andererseits kann sich für Musiker, Sänger und Musiklehrer (insbesondere der Waldorf-Oberstufe) eine neue Sicht auf die Entwicklung des Musikalischen aus der menschlichen Stimme heraus eröffnen.
In der Ausbildung wird eine unmittelbare Praxistauglichkeit angestrebt. Was wir erüben werden, soll von Künstlern und Lehrern in ihren jeweiligen Gebieten gesanglich, kompositorisch und improvisatorisch ausgeübt werden können.
Im Lernen eines schöpferischen Umgangs mit der eigenen Stimme ist es möglich zu erfahren, wie das Neue in die Welt kommt und wie im Erüben künstlerischer Fähigkeiten mehr und mehr Zukunftsweisendes in den persönlichen Werdegang einfließen kann. Daher ist das individualitätsbezogene Üben während der Ausbildung eine Notwendigkeit. Jeder muss seinen Weg in der stimmlich- seelischen Entwicklung beschreiten können.
Mittels der Erfahrung der eigenen Stimme entsteht eine Vertiefung der Wahrnehmung von Ton und Vokal. Eine lauschende Haltung führt uns hinter die Vokalerscheinung und lässt uns die Töne hören, welche die "Tore" für die Vokale darstellen. Diese Töne entsprechen nicht denen des gebräuchlichen, temperierten Tonsystems. Die "Ton-Tore" bilden eine Verbindung zwischen dem Tönenden und dem Vokalischen (Sprache mündet ein in Musik und Musik in Sprache; sie zeigen sich als Einheit). Einerseits entsteht hier eine Verbindung mit dem Unhörbaren (den Untertönen), andererseits hören wir natürliche Schwingungen (Obertöne), die sich in der Stimme spiegeln. Das Lauschen auf solche Vokal "Ton-Tore" erweitert die Hörgrenzen und eröffnet den Umgang mit einem bis dahin nicht geahnten schöpferischen Wort-Klang-Potential der eigenen Stimme. Erfahrungsfelder dafür sind individuelle Kompositionen und Improvisationen.
Es ist die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, die es uns ermöglicht, die Entstehung dieser Phänomene einerseits erkenntnisgemäß einzuordnen und andererseits künstlerisch zu gestalten.

Bisher geplante

Hauptmodule

Für die dreijährige Ausbildung (Änderungen vorbehalten)

I) Natur- Atem --- Mensch-Atem --- Geistes-Atem
Die Welt des Konsonantischen und Klanglichen
II) Der "Regenbogen" des einzelnen Tones
Metamorphosen des Vokalkreises im Einzelton
III) Die deutsche Sprache und ihre wesenhafte Vokalstruktur,
dazu Vergleichsbeispiele aus der russischen Sprache
IV) Vokalskalen des einzelnen Tones und Planetenskalen
Nach Kathleen Schlesinger
V) Die Planetensiegel von Rudolf Steiner klingend erleben
Tönende Mittebildung
VI) Planeten-, Raum- und Zeitenreihe in ihrem
klingenden Aufbau
VII) Der übersinnliche Chakrenbau des Menschen und der
anthroposophischen Schulungsweg im Einklang mit den Planetenskalen
VIII)Das Wesenhafte eines Gedichtes zum Klingen bringen;
Kompositionslehre von Vokal- und Planetenskalen für Singstimmen
IX) Improvisation auf den neuen Instrumenten (Metall, Holz, Stein)
im Hören auf die Planten- und Vokalskalen
X) Individuelle Ansätze der einzelnen Studierenden im Umgang mit den
Planeten- Vokal-Skalen sowie Improvisation


Die Gründerin der Ausblildung, Olga Kranich, wird die Hauptmodule leiten.
Ausgehend von der Frage, wie das Künstlerische aus einem Ton hervorwächst und dabei die individuelle Prägung trägt, hat sich im Laufe der Jahre ein Netzwerk schöpferisch forschender Dozenten gebildet. Wir versuchen das Individuelle und zugleich das geistig Verbindende in sozialen Einklang zu bringen.
Als Gastdozenten der Fachbereiche Musik, bildende Kunst und Instumentebau werden die Teilnemer dieses Netzweks zusätzliche individuelle Module geben.

Individuelle Module


Folgende Themenkreise sind bisher in Planung

- Schulungsweg der "Schule der Stimmenthüllung": Klangführung, Erweiterung und Spiegelung.
- Staunen, Mitgefühl, Gewissen im Einklang mit der "Schule der Stimmenthüllung".
- Die Kunst des Hörens.
- Klänge der Kulturepochen und moderne Musikgeschichte.
- Das Hören als soziale Kunst.
- Einzelton - Einzelfarbe.
Die Dozentinen und Dozenten sind bisher: Rheinhild Brass, Andreas Delor, Gunhild von Kris und Britta Stolze.
Pro Ausbildungsjahr sollen an vier Wochenenden alle Studenten an Haupt- und individuellen Modulen teilnehmen. Das vierte Modul im Jahr ist ein "Ü-Modul". Es soll nicht vorhinein geplant werden, sondern jeweils hervorgehen aus konkreten Fragen der Studierenden und des Ausbbildungsganges.

Zuletzt noch ein wichtiger hygienischer Hinweis: Statt Risiken und Nebenwirkungen pflegen Sie bitte Ihren Spaß an der Freude!





"Der Heitere ist Meister seiner Seele"
William Shakespeare

Das Praktische

Die AUSBILDUNG findet im Zentrum für Hörkunst Witten-Bommern am Timen 7, 58452 Witten jeweils Freitag 18-21 Uhr Sammstags ca. 9:30-20Uhr (mit Pausen), Sonntags 9:30 bis 12 Uhr statt.
Die zum ersten Mal statt findende Ausbildung dauert vom 27. bis 29. März 2020 an und startet mit einem Konzert im Rahmen eines feierlichen Auftaktes.
Das erste der drei Ausbbildungsjahre soll ein gegenseitiges Probejahr sein.
ABSCHLUSS: Am Schluss der Ausbildung steht die Erarbeitung eines eigenen künstlerischen Themas im Sinne der Ausbildung in kurzer schriftlicher Form und in Gestalt einer künstlerischen Aufführung im Rahmen der Tonwerkstatt. Im Abschluss wird ein Zertifikat ausgestellt, welches von den Dozenten und der Sektion für schöne Wissenschaften am Goetheanum (Dornach/Schweiz) unterzeichnet ist.

Kosten

Ab 5 Studierenden: 200€/Monat (durchbezahlt von Oktober bis September des Folgejahres)
Ab 7 Studierenden veringert sich der monatliche Beitrag auf 175€; gegebenenfalls kommen Verpflegungskosten hinzu.
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